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 .....because only the strong survive ♕

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AutorNachricht
♕ Wenzel
Leittier
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Anzahl der Beiträge : 221
Anmeldedatum : 26.06.11
Fische Schlange
Ort : Steiermark|Österreich
Alter : 28

Charakter
Alter: 7Jahre
Beruf:
Charaktereigenschaften:

BeitragThema: .....because only the strong survive ♕    Mi 20 Jul 2011 - 21:16

Name
Wenzel





Alter

7Jahre



Geschlecht

Hengst



Rasse

Trakehner (Achtung passt nicht zum Bild)



Stockmaß

165cm



Aussehen

siehe bild oben



Fellfarbe/Zeichnung

Apfelschimmel




Augenfarbe

sehr dunkel,nur lichteinfall lässt die schwarz wirkenden Augen bräunlich schimmern



Charakterzüge

hart
stolz
unnachgiebig
direkt




Vergangenes

Wenzel war das was man wohl einen Soldat nennen würde,aber nicht die Sorte die sich Verletzen lässt um nicht mehr an die Front zu müssen. Nein,Wenzel ist eher das Gegenteil,schon mit drei Jahren wurde er Schlacht-tauglich ausgebildet und im Gegensatz zu vielen anderen seiner Kameraden fand er gefallen darin. Er sah sich hier auf dem richtigen Platz,hier gehörte er hin,dafür wurde er aufgezogen und trainiert. Auch ohne Fronteinsätze oder Missionen auf die ihn sein Herr samt dessen Heeresmacht führten fühlt er immer noch einen gewissen druck auf sich. Er würde nie nachgeben oder gar in einer Situation fliehen,dafür hat er zu dickes Soldatenblut,wenn es nach ihm ginge würde er wohl am liebsten in der Schlacht sterben wollen. Er hat zwar ein recht hübschen Aussehen doch macht er sich nichts aus Stuten,natürlich ist er ihnen nicht abgeneigt,jedoch kommen Pflichtbewusst sein und sein Amt als Schlachtross immer zuerst.





Herdentier oder Einzelgänger

Herdentier



Bereits erlebtes...


You're keeping in step
In the line
Got your chin held high and you feel just fine
Cause you do
What you're told
But inside your heart it is black and it's hollow and it's cold

Just how deep do you believe?
Will you bite the hand that feeds?
Will you chew until it bleeds?
Can you get up off your knees?
Are you brave enough to see?
Do you want to change it?

||NIN-Hand that feeds||


"Wieso kannst du es nicht sein lassen!? Du hasst mich oder! Ich bin dir doch gar nichts wert!?" das waren die letzten Worte die Wenzel noch in den Ohren hallten,auch jetzt Monate später noch. Die Worte hatten nie ihm gegolten,eher seinem Herren Gerald Steiner. Es war einst seine Geliebte die ihm dieser harten Worte an den Kopf warf,Gerald hatte damals nichts geantwortet. Er hatte den Steigbügel zurecht gelegt und war aufgesessen,er hatte nicht einmal Schenkelhilfe geben müssten,Wenzel hatte schon immer vorher gewusst was er zu tun hatte.

Als sie damals von dem Hof ritten hörte man noch einige unzählige Schimpfwörter und Schreie,später nach knapp einer Minute hörte man nur ein herzzerreißendes Kreischen und Weinen. Gerald hatte nicht umgedreht,er klopfte Wenzel nur kurz auf den Hals,"Geh einfach weiter.." das war das einzige das er für die nächsten Stunden von sich geben sollte,das und die Tränen die Wenzel immer wieder auf seinen Hals tropfen spürte.
Gerald war Soldat,genau wie sein Vater war er bei der Kavallerie gewesen,nur damals in den frühen Kriegen die dieser Plante schon unzählige male gesehen hatte war alles noch anders. Soldaten standen sich ehrenhaft gegenüber,sie hatte nur ihre Säbel,damals noch alte Büchsen sie so unzuverlässig feuerten das es immer einen wahren Wunder grenzte wenn sie wieder Heimkehrten.
Damals einige Tage nachdem sie ihr Zuhause verlassen hatten waren sie an die Front gelangt,es roch nach verbrannten Fleisch. Unzählige Krater waren in die Wege geschlagen,Wenzel blieb manchmal stehen,doch eher aus Neugier,nicht aus Angst. Er hatte schon viel vom Krieg gehört,schon seine Mutter hatte ihm erzählt das er ein Trakehner war,einst schon die Preußen waren auf seines Gleichen in Kriege geritten und unzählige male siegreich heimgekehrt. Wenzel hatte das immer mit Stolz erfüllt,um so mehr war er darauf gespannt wie der Krieg wirklich war,er hatte von Kameraden die mit ihm ausgebildet wurden auch Schauerromane gehört,diesen jedoch nie viel Beachtung geschenkt.
Seine Hufe trugen die beiden weiter,einige Soldaten winkten schon eifrig als die die beiden sahen. Sie schienen Gerald zu erkennen,sogar ihn klopften sie kurz am Hals und einer trug sogar einen Eimer Wasser heran.
"Gerald wo warst du so lange,ich dachte schon sie hätten dich abgefangen und gehängt!" rief einer,sichtlich erfreut Wenzels Herren lebend zusehen.
"Es ist eine lange Geschichte,dafür haben wir jetzt keine Zeit.Wie sieht es aus,der Angriff war total überraschend.Ich habe nur das nötigste gepackt und bin mit Wenzel hierher geritten."die beiden waren anscheinend alte Kriegskameraden von Gerald,er war damals schon mit Wenzels Vater unterwegs gewesen.
"Sie haben uns des Nachts überrascht,dabei herrschte ausnahmslos Waffenruhe.Diese dreckigen Hunde haben uns fast halbiert.Soviel wir sehen konnten haben sie nur einige klein Kaliber und alte Geschütze,weiß der Teufel wo sie die ausgegraben haben.Die Dinger sehen aus als wären sie aus dem Museum gestohlen worden.Diesen Rebellen ist nichts zu teuer,sogar alte Büchsen und Schießeisen haben sie von dort genommen.Die Flinten haben sie teilweise schon mit Schotter und groben Steinen gefüllt..."während der eine erzählte sah man den anderen an das er schon einiges mitgemacht hatte,er kniff bei manchen Worten die Augen zusammen als wollte er schnell wieder vergessen was er vor einigen Nächten alles gesehen hatte.

"Sie spielen also nicht fair,war ja nicht anders zu erwarten so etwas wie Soldatenehre und Eide kennen diese Bastarde nicht. Sie denken wirklich sie können so Gesetzte ändern und ihre eigenen Herren werden.Ich hasse so etwas,sie merken nicht was sie anrichten und die,die es ausbaden können sind immer wir. Wie lange werden wir noch gegen unser eigenes Volk kämpfen müssen"

Ein lauter Schrei unterbrach das Gespräch,Gerald,Wenzel und die andern zwei warfen kurz suchend die Köpfe herum,bis sie einen Mann auf sie zu rennen sahen,er kam aus einem nahe gelegenen Waldrand.
"Gerald! Schnell zum Befehlshaber,melde dich und dann sieh zu das du weiter kommst,wir brauchen einen Auskundschafter,auf deinem Pferd bist du schneller als die anderen!"es war ein weiterer Kamerad,er schien in Eile zu sein.Die Befehlshaber waren sicherlich nicht gerade erfreut über den Ausgang der letzten Schlacht.Gerald war schon in mehreren Schlachten gewesen und kannte einige der Launen schon.So wusste er auch das er sich besser wirklich beeilte.Er winkte seinen zwei alten Bekannten kurz zu,diese nickten nur,sie verstanden das er weg musste.
Wieder schritt Wenzel los in die Richtung die Gerald immer wieder kurz mit Zügel-Einwirkung ein wenig korrigierte.Die beiden waren schon so eingespielt das andere Kavalleristen oft neidisch zusahen wenn sie trainierten.
Wenige Augenblicke später kam Gerald wieder aus einem der Zelte in dem er zuvor verschwunden war. Wenzel der der weilen an einem Baum gebunden etwas von den Waldgräsern gezupft hatte horchte auf als er Geralds Schritte hörte.
"Sieht nach Arbeit für uns aus!" sprach Gerald zu Wenzel und strich ihm die Mähne aus dem Gesicht,eigentlich hätte er sie Mähne zurück schneiden oder zurück flechten sollen. Gerald hatte es aber immer für Schade gefunden,er fand die Mähne verlieh Wenzel mehr Charakter was er gegenüber anderen Pferden hatte und auch des öfteren zeigte,so empfand er als dessen Reiter zumindest.
Mit einem geübten Schwung hockte er wieder im Sattel,für eine längere Pause war keine Zeit.Außerdem konnte er sehr gut einschätzen wo Wenzels Grenzen lagen und wann ein Anhalten und verschnaufen wirklich von Nöten gewesen wäre.Während sie den Wald wieder verließen hatte Wenzels Herr eine Karte ausgebreitet,sie sollte die beiden wohl in die Nähe eines feindlichen Lagers führen. Ihre Aufgabe war nun festzustellen wie sie dieses wohl am besten angreifen könnten.
Als die beiden den Wald endlich verlassen hatte und auf eine weite recht Deckungslose Steppe kamen hielt Gerald kurz an,aus einer der zwei Satteltaschen zog er ein kleines Fernrohr,er zog es etwas aus und kundschaftete die Umgebung aus. Erst als er sich nach zwei,drei Minuten sicher war das keine Gefahr bestand ritten die beiden weiter. Die Feldwege auf denen sie unterwegs waren schienen unberührt,weder Pferd noch Mensch waren hier für längere Zeit unterwegs gewesen. Dies gab Gerald weiter Zuversicht und er spornte Wenzel etwas an schneller zu laufen.

Es dauerte bis in den späten Abend,erst dann hatte Gerald jegliche Wege und Arten hier voranzukommen ausgeforscht und konnte mit Sicherheit sagen welche die bessere Wegwahl wäre.Er markierte noch schnell einige der erkundeten Wege auf seiner Karte,nach diesen kurzen aber gezielten Strichen stieg er wieder auf. Wenzel hatte solange etwas Pause gehabt. Sie hatten es nicht eilig zum Fort zurück,für den heutigen Tage würden keine Schlachten oder Angriffe mehr stattfinden so wurde es jedenfalls versprochen am Tage zuvor.
"So jetzt aber zurück,ich will die Nacht in der Baracke verbringen und nicht hier in der Wildnis" er schnalzte ein paar mal mit der Zunge und Wenzel trabte auch schon los,es war noch ein breiter Weg zurück zu den anderen.Gerald wollte Kräfte sparen und ließ sich und Wenzel etwas Zeit um sich die Gegend erneut während dem Rückritt anzusehen.
Es war Schade um die Gegend hier,wenn diese Unruhen und Schlachten anhalten würden die Wiesen und Felder hier bald nur mehr kahle,abgebrannte Flächen sein. Es dämmerte schon langsam,aber nicht mal das örtliche Wild ließ sich blicken,die Schüsse und Explosionen die einige Granaten verursachten hatten wohl alle in die Flucht geschlagen.
Gerald wunderte es immer wieder wie die Pferde der Soldaten dabei teilweise so ruhig bleiben konnten.Wenzel war zwar noch nie in so einer großen Schlacht wie dieser gewesen,jedoch hatte er jetzt schon vollstes Vertrauen in ihn. Schon bei dessen Ausbildung hatte er gemerkt das es dem Schimmelhengst einfach im Blut lag,genau wie sein Vater behielt er immer einen kühlen Kopf.Er war ein zuverlässiger und führiger Hengst.
Der Rückweg gestaltete sich als recht lang,länger als er ihn in Erinnerung hatte,Wenzel wurde unruhig.Dies ließ Gerald kurz anhalten,es war finster doch sah er deutlich weit am anderen ende des Waldes Rauch aufsteigen.
"Sie haben die Waffenruhe gebrochen!" noch während er fast starr vor sich hin redete preschte Wenzel los,seine Mähen wehte stürmisch im Wind und Gerald hatte oft Not und Mühe sich auf dem weißen Hengst zu halten. Einige Unebenheiten im Wald ließen Wenzel aus der Puste kommen,der steile Hang den sie beim Hinweg so leicht hinunter sind stellte sich nun als wahres Hindernis dar.Doch ließ der Kampfgeist nicht nach,weder bei Wenzel noch bei Gerald,mit alles was der Hengst auf bieten konnte kämpfte er die beiden nach oben und ein Überblick über das Fort öffnete sich.
Es waren zwar noch einige Meter bis dort hin,jedoch konnte man deutlich Flammen und den Geruch von Schießpulver wahrnehmen.Wenzel war noch immer mitten im vollen Galopp,das Fort das sie vorher noch recht friedlich in Erinnerung hatten glich mehr einem Schlachtfeld.Schon beim betreten des Geländes stießen sie immer wieder auf verbrannte Leichen oder halbtote die sich mit letzter Kraft versuchten von hier weg zu schleppen.
"Gerald!" krächzte es plötzlich,Wenzel schlief zusammen,er schnaubte und Schweiß sammelte sich an seinen Flanken. Er war bereits beinahe erschöpft doch hatten sie jetzt keine Wahl.
Sein Reiter sah sich um,es war einer seiner Kameraden von vorhin,eine tiefe Wunde klaffte in seinem Bauch. Blut schoss während er sprach aus seinem Mund seinem Hals hinab.Gerald stieg ab und rannte sofort zu ihm,"Sie haben uns erwischt Gerald,wir wollten gerade Abendessen,alle waren gut drauf.Niemand hätte damit gerechnet das sie noch soviel Rebellen haben um einen weiteren großen Angr--.." der Verwundete stockte in seinem Satz. Erneut quillte Blut aus seinem Rachen hervor.
Gerald sah kurz weg,dann war es auch schon vorbei,Wenzel hatte nie gewusst wie der Kamerad geheißen hatte,jedoch musste Gerald in sehr gemocht haben.Den Zorn verzog jetzt das Gesicht seines Herren. Erst später in dieser Schlacht sollte Wenzel verstehen was seinen Meister Gerald von nun an angetrieben hatte.
Ohne weitere Worte stieg Gerald wieder auf,von seinem Rücken zog er eine recht gut versorgtes Repertiergewehr,er lud es rasch nach dann ging es los.Er trieb Wenzel weiter an,dieser strauchelte zwar schon beim einreiten ins Lager immer wieder doch wusste der Hengst nun selbst das es hier um ihrer beider Leben ging. Der Trakehner mobilisierte nochmal alle seine Sinne und Kraftreserven und donnerte mit Gerald auf dem Rücken in Richtung des Kampfgeschehens. Es waren nur noch wenige der Rebellen übrig,leider sah es für das hier stationierte Heer schlecht aus.Viele waren bereits verwundete,anscheinend hatten die Feinde Granaten und Molotov-Cocktails geworfen.
Es dauerte nur einige Sekunden da eröffnete man auf die beiden das Feuer,kugeln sausten an ihnen vorbei. Wenzel lief weiter,zwar nicht mehr so schnell jedoch ohne jegliche Furcht.Seine Ehre hätte es nicht zugelassen jetzt zu scheuen und umzukehren,seine Ehre und Gerald.Ihm zu liebe hätte er nie,niemals aufgegeben solange Gerald selbst es nicht getan hätte.Doch er kannte seinen Meister gut,lieber wäre er auf dem Schlachtfeld zugrunde gegangen als das er als Deserteur wieder nach Hause geritten wäre.

Gerald war schon immer ein guter Schütze gewesen,er zielte an und traf auch.Einige der Rebellen waren auch zu Pferd,die Reiter der Tiere flogen von den Rücken der meist mageren Pferde wie die Fliegen von der Wand nachdem man sie erwischt hatte.Einige der Rebellen-Pferde stiegen unsicher und rannten erschrocken wie Hühner durch das Schlachten Getümmel.Sie hinderten oft andere weiter zukommen,schlugen aus oder erlagen gar dem Kugelhagel der eigenen Seite.
Wenzel konzentrierte sich nicht wahrlich auf das Leid des Feindes,doch spürte er tiefe Verachtung für diese Sorte von Artgenossen.Sie kämpften ohne zu denken,ohne je in einer Schlacht gewesen zu sein.Wie ängstliche Lämmer flohen sie von dem Geschehen und verrieten somit ihre Herren und ihre eigene Sache,den Grund wieso sie hier waren
.Wie konnten sie einfach so ein einen Kampf ziehen,ohne das Gewissen das sie hier sterben könnten.Sie besaßen in seinen Augen keinen Funken Ehre in ihrem mageren Leib.Nicht so wie er,er wurde für das hier geboren,es war seine Aufgabe.Und wenn er hier zu Grunde gehen würde,dann ihn Ehren.

"Wenzel!"dröhnte es hinter ihm,erst zu spät merkte er das er unachtsam gewesen war.Stacheldraht,seine Fesseln wickelten sich in den kalten,scharfkantigen Draht und beide gingen zu Boden.Wenzel sprang sofort wieder auf und versuchte sich zu befreien.Gerald der im Dreck gelandet war schoss sofort wieder auf einige heran stürmende Feinde.Als diese leblos zu Boden gingen humpelte er zu seinem Hengst.
"Zieh nicht,du machst es nur noch enger!" so schnell er konnte versuchte Gerald den Draht zu durch trennen doch gelang es ihm nicht so leicht.Nach einigen Sekunden die wie einige Ewigkeit schienen hatte er es geschafft den Draht mit seinem Kampfmesser durch zu trennen.
Gerald blick hing an Wenzels Fesseln,sie bluteten stark,er konnte ihn nicht reiten ohne ihm noch mehr zu Schaden.Sein Blick schweifte über das Feld,lange würden sie nicht unbemerkt bleiben,er hatte keine Wahl,er musste zurück zu den anderen.
"Es tut mir Leid Wenzel.." er strich ihm kurz über den Hals,dann schwang er sich mühsam auf dessen Rücken.Wenzel und Gerald waren durch den Vorfall blessiert,der Hengst konnte deutlich spüren wie Gerald immer mehr nachließ. Er ließ seine linke Seite total hängen,er musste sich durch den Sturz etwas zugezogen haben.Dennoch versuchte er mit letzter Kraft einige Treffer zu erziehen,es gelang ihm auch. Es wurde immer stiller,von weitem hörte man noch vereinzelt Schreie.

Keine Schüsse mehr,nur mehr Schreie und stöhnen drangen an Wenzels Ohren. Es war Gerald,Wenzel wusste nicht was er hatte,doch sorgte er sich,eher von selbst als durch den Willen seines Herren strebte der Hengst in Richtung des Sanitäter Zeltes. Keiner von beiden konnte gewiss sagen ob überhaupt noch jemand von den denjenigen lebte doch war es einen Versuch wert.
"Vergiss es.......die sind alle tot!" brummte es plötzlich neben den beiden.Wenzel riss sich herum und schnaubte wütend auf. Es war ein Kamerad,er lag gegenüber dem Sanitätszelt,sein Arm schien gebrochen zu sein.
"Ich bin sofort hierher,jedoch findest du hier nur Leichen.Siehst so aus als wären hier nur noch du und ich fähig dazu hier überhaupt herzu-kriechen..." Gerald schwieg,er schluckte kurz und wirkte plötzlich nervös.Wenzel wurde unruhig,was war hier los?
Ein klicken schnalzte durch die Luft,eine Pistole war auf die beiden gerichtet.
"Los gib mir das Pferd!" Gerald war zwar verwundet doch auch noch recht scharfsinnig,er hatte sein Gewehr noch immer in der rechten Hand,geladen.
"Nein...lass es sein,wir sollten zusammen halten!" er versuchte eine friedliche Lösung zu finden.
"Verarschen kann ich mich alleine,sieh dir deinen Gaul an,uns beide trägt der nie im Leben nicht,der blutet an seinen Beinen! Steig ab oder hier wird dein Grab sein!"
"Du bist wohl einer von diesen Elite-Idioten,was ist hat dir dein Vater etwas diesen Patrioten Kram ins Hirn gepflanzt! Das hier ist Krieg,also wenn du leben willst steig endlich ab!"
Gerald sprach nicht mehr,stattdessen hörte Wenzel nur das pfeifen von Kugeln aus einem Lauf und die hervorgehenden Schmerzensschreie.Gerald fiel zu Boden.
Ein keuchen erklang,der Verräter zuckte nur mehr kurz und schien tot.Er und Gerald schienen zur selben Zeit geschossen zu haben,Wenzels Reiter der nun am Feld lag atmete schwer.
"Verdammte Schei...arrgh!"mühevoll rappelte er sich halb auf,nun hockte er da,seine Füße Zentimeter tief im Dreck.Sein linker Arm hing schlaff von seinem Körper und sein Bauch war ein einziger roter Fleck,voll gesogen mit Blut.Wenzel schnaubte unruhig,tänzelte kurz herum,was nun? Wohin sollte er mit Gerald?
Der Klang eines Jeeps ließ ihn aufhorchen,Wenzel wandte sich zu Gerald hinunter,stupste ihn an.
"Hilfe,da kommt Hilfe!"
"Geh!" Gerald zog an Wenzels Zaumzeug und riss dessen Kopf hinunter."Los lauf weg!"
Die Augen des Hengstes waren weit aufgerissen,er zuckte zurück.Was verlangte er da von ihm,sollte er ihn zurücklassen?! "Aber da kommt doch H-"
"GEH ENDLICH!!Verpiss dich los,mach endlich!!"Wenzel riss sich von Gerald Hand los,starr stand er nun vor seinem Herren.Wollte er ihn nicht mehr als Reittier?Hatte er ihm schlecht gedient.Plötzlich flogen Steine.Wenzel wurde getroffen,sein Kopf schmerzte,seine Flanke,seine Brust.Was war nur mit Gerald los,hatte er den Verstand verloren?!
Der Hengst wurde zunehmend verzweifelter,die Würfe wurden immer feste,schließlich fiel ein Schuss.Er ging genau an Wenzels Sattel entlang,ein Streifschuss zierte die Sitzfläche des Sattels. Der Schuss war nicht vom Jeep gekommen,er stammte von Gerald.Wenzel wurde panisch,er strauchelte kurz rückwärts,als er stolperte rappelte er sich rasch wieder auf und entfernte sich immer weiter. Die Schüsse hörten nicht auf,sie gingen zwischen seine Beine,über seinen Kopf hinweg.
Jedoch konnte Wenzel sich nicht trennen,er ging langsam,wie hypnotisiert von seinem Herren Weg,seinen Kopf immer in dessen Richtung.

Jedes andere Pferd wäre weggelaufen,doch waren es Gerald Tränen die Wenzel nicht ertragen konnte,die Schüsse machten ihm zwar Angst doch war die Sorge um seinen Herren noch viel größer. Schluchzend lud Gerald ein letztes mal nach,eine Kugel. Der Jeep bremste,Wenzel trennten jetzt bereits ca. 80-100m von Gerald.
Drei Männer stiegen aus,der vierte blieb am Lenkrad hocken und sah Wenzel unvermindert an. Sie sprachen kurz,dann fiel ein Schuss.Gerald kippte mit einem dumpfen Knall zu Boden,er fiel in den Dreck sein Gewehr noch in seiner Hand.
Wenzel war stehen geblieben,sein Haupt hoch erhoben,sein Herz raste,er dröhnte bis hinauf in seinen Kopf,es machte ihn krank.Seine Fesseln blutete immer noch doch nicht mal diesen Schmerz nahm er jetzt noch war.Sein Hals brannte ihm,erst jetzt bemerkte das sein Rachen taub war,er atmete viel zu schnell.Sein Herz pumpte Unmengen von Blut durch seinen Körper,immer mehr floss aus seinen offenen Wunden.Jedoch konnte er nicht,er stand da,der Blick noch immer zu den vier Männern gerichtet und Gerald,seinem Gerald.
"Was ist mit dem Pferd?"erklang es schließlich,der eine warf eine Zigarette weg und stieß erst den Rauch recht genüsslich aus,dann wandte er sich in die Richtung des Apfelschimmels.
"Was sollen wir mit dem,sieh dir seine Beine an der ist total hinüber.Die Wölfe holen ihn sich so und so..." die Drei stiegen wieder ein,Staub wirbelte auf und verdeckte den Jeep fast gänzlich als sie davon fuhren.
Erst als sie fast nicht mehr sichtbar waren trat Wenzel wieder näher.Sein Kopf sank Richtung Boden,seine Nüstern bliesen sachte Gerald Haar hin und her.Bei seinem Sturz vorher hatte er seinen Helm verloren.Keine Reaktion,er stupste ihn an,er rührte sich nicht. Sachte setzte er einen seiner Hufe auf dessen Brust,es war nur eine zarte Berührung,nichts.
Der Hengst hob den Kopf wieder,der Staub hatte sich gelegt und langsam wurde es heller,die Morgendämmerung setzte langsam ein.Hatte die Schlacht wirklich solange gedauert? Ein letzter Blick zu Boden,Wenzel schloss die Augen.Er bebte, war erschöpfte,sein Puls raste zwar nicht mehr doch fühlt er sich so leer und aus gezerrt.
"Ich will nicht weinen ich will es nicht..."grollte er und dicke Tropfen schlichen sich von seinen Augen bis hinab zu seinen Nüstern,er schüttelte sich.Sein Zaum klimperte und die Steigbügel schlugen ihm in die Seiten.Es war hier wohl zu ende,er musste weiter.Hier war es zu gefährlich.Seine Beine trugen ihn fort,fort von Gerald und vorbei an all den Verwundeten die immer wieder versuchten ihn anzulocken um auf ihm weiter zu reiten. Doch Wenzel hatte genug gesehen,sie waren ja doch alle gleich,alle.......

Gerald war der einzige Mensch den Wenzel je in seinem Leben getraut hatte.Von hier an gab es nur mehr ihn und diese Gottlose weite Steppe auf die er zu steuerte...

.......................................................................


sexywenzel


Zuletzt von ♕ Wenzel am Fr 7 Okt 2011 - 0:01 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Charakter
Alter:
Beruf:
Charaktereigenschaften:

BeitragThema: Re: .....because only the strong survive ♕    Do 6 Okt 2011 - 23:56

Name:
Rasmus
Alter:
10 Jahre
Geschlecht:
Hengst
Rasse:
Andalusier|Warmblut
Stockmaß:
ca.168cm Stockmaß

Aussehen:

We were never alive, and we won't be born again.
But I'll never survive with Dead Memories in my heart.


Fellfarbe/zeichnung:

Rappe
weißer Stern auf der Stirn

Augenfarbe:
eisiges Blau,oft fast weiß erscheinend

Charakterzüge:

Egozentrisch
Rasmus ist wohl ein sehr krasses Beispiel was Egomanie angeht.
Für diesen Hengst gibt es nur sich selbst,alles andere erscheint im Blank,weiß oder leer.
Bedürfnisse anderer scheren ihn nicht,als ob es dergleichen in seiner Weltanschauung nicht gibt und auch nie geben würde.


Spielmann
Nein,nicht in Form von Glücksspiel. Rasmus spielt lieber mit anderen,der Einsatz ist dabei meist höher als seine Mitspieler erahnen könnten. Zumal sie oft nicht wissen das er sie schon an seinen Fäden hat und führt wie es ihm gerade recht wäre..

Skrupellos

Niemand aber auch wirklich niemand hätte bis jetzt sein Herz erweichen können. Seien es Stuten,deren Fohlen oder alte,kranke Pferde. Rasmus kennt keine Toleranz,keine Moral,keine Grenzen. Störendes wird vertrieben,bekämpft im Notfall auch solange bis es sich nicht mehr Bewegt.

Zügellos
Im wahrsten Sinne des Wortes hatte Rasmus noch nie Zügel gespürt.Noch nie Grenzen gekannt oder gedanklich für ihn selbst gesehen. Er lebt in seinen teilweise extremen Ansichten und kennt kein Verständnis wenn jemand diese anzweifelt oder gar kritisiert.
Streit und Kampf geht er fast nie aus dem Weg,eigene Verletzungen und deren Folgen auf sein Überleben interessieren ihn nicht. Er lebt für den Moment,niemals bedacht immer nach vorne,keine Grenzen in seinem Kopf...


In welche Gruppe soll er?
Gruppen-bummler?
Da wo wir ihn haben wollen


Vergangenes:
Vllt liegt es an seiner schlechten Kindheit,er ist sicher ohne Liebe aufgewachsen....
Das waren zumindest die Worte die der rabenschwarze Hengst immer wieder hörte. Er hatte ein gutes Gespür dafür wenn andere über ihn redeten,ob sie nun recht hatten oder nicht,es war ihm egal.
Es interessierte ihn nicht,wozu auch? Es war Vergangenheit,bei genau diesem Wort entstand eine klaffende Leere in seinem Kopf. Er wusste es nicht,auch wenn er es hätte wissen wollen. Sein Gedächtnis war fort,als wäre der Rappe nie geboren worden. Als hätte er nie zuvor gelebt,wäre nie aufgewachsen,hätte nie gegessen oder getrunken.
In seinem Leben fehlen so viele essenzielle Dinge,andere Pferde konnten sich wohl bei bestem Willen nie erahnen was sich ins einem Kopf abspielte. Er war nicht wie sie,war es wohl auch nie gewesen. Rasmus war anders,er griff an wenn andere Frieden suchten. Er schrie wenn alle Ruhe wollten.
Wenn man den Rappen beruhigen wollte,war er es der für Stille sorgte. Er vertrieb einfach alles und jeden um sich herum. Sein Leben hatte sich immer nur um ihn gedreht. Selbst wenn da irgend jemand mal gewesen wäre,jemand der ihn verstanden hätte.Er wusste es nicht mehr. Wollte es nicht wissen. Gefühle,kannte er nicht,nur Schmerzen.
Andere sahen in ihmm immer nur einen Irren,einen Außenseiter. Jemand der niemals zu ihnen gehören konnte,jemand der nie fähig wäre mit ihnen zu leben...
Rasmus konnte selbst nicht beurteilen ob er das jemals wollte oder getan hatte. Er wusste nicht einmal ob er richtig am Leben war,es fühlte sich einfach nicht danach an......


Herdentier oder Einzelgänger:
Einzelgänger

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